Berliner Bierhaus

Ein Novemberabend. Ich kehre in ein Bierhaus ein, um mir die Zeit bis zu einer Verabredung zu vertreiben und es warm zu haben. Ein Barhocker direkt vor der großen Scheibe zur Straße wirkt einladend. Die blonde Frau hinter dem Tresen nickt mir zu und kommt rum. (mehr …)

Fette Penne

Wie ist mein Himmel über Berlin? Grau! Denn es ist noch das Grau des letzten Jahres. Dieses Jahr begann anstrengend und hört nun anstrengend auf. Dazwischen lag ein griechisches Drama. Ach was, zig! – Monatelang keinen Schlaf, wochenlang keine Nähe. Dann plötzlich pausenlose Nähe und Schlaf den ganzen Tag. Kurz darauf wieder nichts davon. Schließlich China, mit einem Schlag tausende Kilometer weit weg katapultiert von meiner Familie. Und nach China kam wieder das Nichts. Jetzt also Berlin, vorgesehen als Startrampe des Phoenix. Doch noch hat der Flammenvogel die graue Firnis nicht abschütteln können.  (mehr …)

Gute Literatur macht Verrücktheit und Erlösung anschaulich

Kürzlich lernte ich Renate von innen kennen. Ein Wunder, denn ich war in einer Outdoor-Jacke von Jack Wolfskin angetreten. Und doch hatte sie mir ihre Pforte bereitwillig geöffnet. Als ich Jacke und Hemd abgelegt hatte, wurde es wild. (mehr …)

Esprit ohne Esprit

Ich sah direkt in ihre schwarzen Mandelaugen, die von dunklem welligen Haar umrahmt wurden. Ihre hoch sitzenden Wangenknochen und ihre gerade Nase gaben ihr etwas Aristokratisches, was von ihren vollen Lippen und der Glut in ihrem Blick wieder aufgeweicht wurde. Was für eine Frau! Sie kam näher, zog eine Augenbraue kaum merklich in die Höhe und hauchte mir leise zu: „Ich bin perfekt!“  (mehr …)